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Was kann dauerhaft niedriger Blutdruck verursachen?

5 Min. Lesezeit
niedriger Blutdruck

Niedriger Blutdruck ist nicht immer ein Zeichen für eine Krankheit. Manche Menschen haben von Natur aus tiefe Werte und fühlen sich dabei gesund. Entscheidend sind daher nicht nur die Messwerte, sondern auch deine persönliche Veranlagung und mögliche Beschwerden.

Von dauerhaft niedrigem Blutdruck spricht man, wenn die Werte wiederholt tief ausfallen. Als grobe Orientierung gilt bei Erwachsenen häufig ein Wert unter 90/60 mmHg. Einzelne Messungen reichen jedoch nicht für eine sichere Beurteilung aus.

Die Ursachen von niedrigem Blutdruck können unterschiedlich sein. Dazu zählen Flüssigkeitsmangel, Medikamente, hormonelle Veränderungen, Erkrankungen des Herzens und bestimmte Gewohnheiten im Alltag. Auch eine familiäre Veranlagung kommt infrage.

Wenn die Hypotonie neu auftritt, stärker wird oder Beschwerden verursacht, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. In der Schweiz kannst du dich zunächst an deine Hausärztin oder deinen Hausarzt wenden. Dort lassen sich Blutdruckwerte einordnen und mögliche Ursachen gezielt prüfen.

Was kann dauerhaft niedriger Blutdruck verursachen?

Wenn dein Blutdruck zu niedrig ist, liegt der obere Wert bei Erwachsenen oft unter 90 Millimeter Quecksilbersäule. Ein einzelner Messwert reicht für die Beurteilung nicht aus. Entscheidend sind wiederholte Messungen und dein persönliches Befinden.

Manche Menschen haben von Natur aus einen tiefen Blutdruck. Sie fühlen sich meist gesund und benötigen keine Behandlung. Bei anderen kann eine arterielle Hypotonie Beschwerden auslösen, wenn Gehirn und Organe zeitweise weniger Blut erhalten.

Zu den möglichen Auslösern zählen Flüssigkeitsmangel, Blutverlust und eine längere Bettruhe. Herzkrankheiten, hormonelle Störungen, Infektionen sowie bestimmte Medikamente können ebenfalls eine Rolle spielen.

Für die Einordnung der niedriger Blutdruck Ursachen wird die Messsituation genau betrachtet. Wichtig sind dein Puls, deine Beschwerden und die Frage, ob der Wert im Sitzen oder nach dem Aufstehen gemessen wurde.

Welche Ursachen hinter dauerhaft niedrigem Blutdruck stecken können

Dauerhaft niedrige Werte können viele Gründe haben. Manche Menschen haben von Natur aus einen tiefen Blutdruck. Bei anderen steckt eine Erkrankung, ein Flüssigkeitsverlust oder ein Medikament dahinter. Die zeitliche Entwicklung deiner Beschwerden liefert wichtige Hinweise.

Konstitutionell niedriger Blutdruck und familiäre Veranlagung

Eine konstitutionelle Hypotonie kann familiär gehäuft auftreten. Dein Blutdruck liegt dabei dauerhaft tief, ohne dass eine Krankheit vorliegt. Wenn du dich leistungsfähig fühlst und keine Beschwerden hast, besitzt dieser Wert oft keinen Krankheitswert.

Schwindel, Müdigkeit oder kalte Hände sprechen für eine ärztliche Abklärung. Regelmässige Messungen zeigen, ob die Werte stabil bleiben.

Flüssigkeitsmangel, Salzverlust und unausgewogene Ernährung

Beim Thema Flüssigkeitsmangel Blutdruck spielt das Blutvolumen eine wichtige Rolle. Starkes Schwitzen, Erbrechen, Durchfall oder Fieber können dem Körper viel Wasser entziehen. Der Kreislauf reagiert dann oft mit tiefen Blutdruckwerten.

Ein deutlicher Salzverlust oder eine unausgewogene Ernährung kann die Beschwerden verstärken. Eine höhere Salzaufnahme solltest du bei Herz- oder Nierenerkrankungen nur nach ärztlicher Rücksprache beginnen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen als mögliche Ursache

Herzkrankheiten und Hypotonie können zusammen auftreten. Herzrhythmusstörungen, eine Herzschwäche oder ein Herzklappenfehler können die Pumpkraft des Herzens mindern. Nach einem Herzinfarkt kann der Blutdruck ebenfalls absinken.

Brustschmerzen, Atemnot oder Ohnmacht gelten als Warnzeichen. Bei solchen Beschwerden brauchst du rasch medizinische Hilfe.

Hormonelle Erkrankungen und Störungen der Schilddrüse

Erkrankungen der Nebennieren beeinflussen den Blutdruck und den Salzhaushalt. Eine Überfunktion der Schilddrüse kann den Kreislauf beschleunigen. Beim Thema Schilddrüsenunterfunktion Blutdruck treten oft Müdigkeit, Antriebsmangel und tiefe Werte auf.

Eine Blutuntersuchung kann Hinweise auf hormonelle Ursachen geben. Die Behandlung richtet sich nach dem Auslöser.

Medikamente, Alkohol und weitere Einflussfaktoren

Zu den möglichen Auslösern zählen blutdrucksenkende Medikamente, Entwässerungsmittel und bestimmte Psychopharmaka. Parkinsonmittel können den Blutdruck beim Aufstehen senken. Eine Anpassung der Dosis darf nur durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt erfolgen.

Alkohol erweitert die Blutgefässe und kann Schwindel fördern. Das gilt besonders in Verbindung mit Medikamenten. Eine vollständige Liste deiner Präparate sowie der Beginn deiner Beschwerden erleichtert die Ursachenklärung.

Welche Beschwerden bei niedrigem Blutdruck auftreten können

Die Symptome bei niedrigem Blutdruck können sehr unterschiedlich sein. Häufig treten Schwindel, Benommenheit, Konzentrationsprobleme oder eine kurze Sehstörung auf. Manche Menschen bemerken kalte Hände und Füsse, blasse Haut oder Ohrensausen.

Schwindel bei Hypotonie entsteht oft nach langem Sitzen oder Liegen. Beim schnellen Aufstehen kann der Blutdruck plötzlich abfallen. Diese Form wird als orthostatische Hypotonie bezeichnet. Dir kann dabei schwarz vor Augen werden.

Weitere Kreislaufprobleme sind Herzklopfen, Zittern und ein unsicheres Gefühl beim Gehen. Eine kurze Ohnmacht ist möglich. Niedriger Blutdruck Müdigkeit zeigt sich oft durch fehlende Energie und eine geringere Belastbarkeit im Alltag.

Bei akuten Beschwerden solltest du dich hinsetzen oder hinlegen. Lagere deine Beine, wenn es möglich ist, etwas hoch. Fahre nicht weiter und bediene keine Maschinen, solange der Schwindel anhält.

Häufige, starke oder neu auftretende Beschwerden sollten ärztlich beurteilt werden. Das gilt auch, wenn einzelne Blutdruckwerte nur leicht erniedrigt sind.

Wann du wegen niedrigem Blutdruck ärztliche Hilfe suchen solltest

Ein Termin bei deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt ist sinnvoll, wenn der niedrige Blutdruck neu auftritt oder über längere Zeit anhält. Das gilt auch, wenn deine Leistungsfähigkeit sinkt oder wiederkehrender Schwindel, Herzklopfen und Ohnmacht auftreten. Bei der Frage „niedriger Blutdruck, wann zum Arzt?“ spielt auch die Stärke der Beschwerden eine wichtige Rolle.

Ein plötzlicher Blutdruckabfall sollte besonders ernst genommen werden. Bei Ohnmacht, starker Atemnot, Brustschmerzen, kaltem Schweiss, Verwirrtheit oder starken Blutungen brauchst du sofort Hilfe. Ein solcher Notfall bei Hypotonie kann auf eine ernste Erkrankung oder einen Schock hinweisen. In der Schweiz wählst du bei Lebensgefahr die Nummer 144.

Für die ärztliche Abklärung einer Hypotonie kann ein Blutdrucktagebuch hilfreich sein. Miss den Blutdruck nach Ruhe im Liegen und später im Stehen. Je nach Beschwerden folgen eine körperliche Untersuchung, Bluttests oder ein Elektrokardiogramm. Weitere Untersuchungen richten sich nach der vermuteten Ursache.

Verordnete Medikamente solltest du nicht selbst absetzen oder verändern. Besprich niedrige Messwerte und mögliche Nebenwirkungen mit deiner behandelnden Fachperson. So lässt sich ein wiederholter Blutdruckabfall sicher einordnen und gezielt behandeln.