Trockene Augen können viele Gründe haben. Oft bildet das Auge zu wenig Tränenflüssigkeit. Manchmal verdunstet der Tränenfilm zu schnell oder seine Zusammensetzung verändert sich. Dadurch entstehen Brennen, Rötungen, ein Fremdkörpergefühl oder verschwommenes Sehen.
Zu den häufigen trockene Augen Auslösern zählen lange Bildschirmarbeit, trockene Raumluft und Kontaktlinsen. Auch Erkrankungen, Medikamente und hormonelle Veränderungen können eine Rolle spielen. Die Ursachen trockener Augen sind daher nicht immer sofort erkennbar.
Wenn Augenbeschwerden anhalten, wiederkehren oder stärker werden, sollten Sie sie augenärztlich abklären lassen. So lässt sich feststellen, ob der Tränenfilm gestört ist und welche Behandlung sinnvoll ist.
Trockene Augen: Häufige Ursachen und Auslöser im Alltag
Trockene Augen entstehen oft durch alltägliche Belastungen. Ein stabiler Tränenfilm befeuchtet die Augenoberfläche, schützt vor Reizstoffen und unterstützt klares Sehen. Wird er instabil, können Brennen, Fremdkörpergefühl oder gerötete Augen auftreten.
Zu geringe Tränenproduktion und gestörter Tränenfilm
Bei einer zu geringen Tränenproduktion erhalten die Augen zu wenig Feuchtigkeit. Ein gestörter Tränenfilm reisst schneller auf und verdunstet rascher. Das kann die Augenoberfläche reizen und das Sehen vorübergehend verschwimmen lassen.
Zu wenig Flüssigkeit im Körper kann die Beschwerden verstärken. Achte auf regelmässiges Trinken und beobachte, in welchen Situationen die Symptome auftreten.
Bildschirmarbeit, Lesen und seltenes Blinzeln
Bei langer Bildschirmarbeit und beim Lesen konzentrierst du dich stark auf eine nahe Fläche. Dadurch tritt seltenes Blinzeln auf. Der Tränenfilm verteilt sich seltener und trocknet schneller aus.
Kurze Pausen entlasten die Augen. Richte den Blick regelmässig in die Ferne und blinzle bewusst einige Male.
Trockene Raumluft, Wind und Klimaanlagen
Trockene Raumluft in beheizten Räumen kann die Verdunstung der Tränen verstärken. Eine Klimaanlage senkt oft die Luftfeuchtigkeit und erzeugt einen direkten Luftstrom. Wind führt im Freien zu einem ähnlichen Effekt.
Stelle dich nicht direkt vor den Luftauslass. Lüfte regelmässig und schütze die Augen bei starkem Wind mit einer passenden Brille.
Kontaktlinsen als mögliche Ursache für trockene Augen
Kontaktlinsen liegen direkt auf dem Tränenfilm und können seine Verteilung verändern. Bei langer Tragedauer, falscher Pflege oder ungeeigneten Linsen entstehen leichter Trockenheit und Reizungen.
Beachte die empfohlene Tragezeit und die individuelle Verträglichkeit. Bei Beschwerden kann eine Pause oder eine Anpassung durch eine Fachperson sinnvoll sein.
Erkrankungen, Medikamente und hormonelle Ursachen trockener Augen
Trockene Augen können entstehen, wenn die Augenoberfläche gereizt ist oder der Tränenfilm seine Schutzfunktion verliert. Hinter den Beschwerden stehen manchmal Erkrankungen, Arzneimittel oder Veränderungen im Hormonhaushalt. Die Begleitsymptome geben dir erste Hinweise.
Entzündungen der Augenlider und Meibomdrüsen
Eine Lidrandentzündung kann Rötung, Brennen und verklebte Lidränder auslösen. Häufig sind die Ausgänge der Meibomdrüsen verstopft oder gereizt. Diese Drüsen bilden den öligen Anteil des Tränenfilms.
Fehlt diese Schutzschicht, verdunstet die Tränenflüssigkeit schneller. Deine Augen fühlen sich trocken an, obwohl sie sogar stärker tränen können. Wärme, sanfte Lidpflege und eine Untersuchung helfen, die Ursache einzuordnen.
Allergien und entzündliche Augenerkrankungen
Allergien reizen die Bindehaut und können Juckreiz, Rötung und Brennen verursachen. Viele Betroffene beschreiben zudem ein Sandkorngefühl. Häufig verstärkt Reiben die Beschwerden.
Zu den entzündliche Augenerkrankungen zählen verschiedene Reaktionen der Bindehaut oder Hornhaut. Sie können den Tränenfilm instabil machen. Bei starken Schmerzen, Lichtempfindlichkeit oder Sehstörungen brauchst du rasch medizinische Hilfe.
Systemische Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen
Trockene Augen können mit Erkrankungen verbunden sein, die den ganzen Körper betreffen. Beim Sjögren-Syndrom greifen fehlgeleitete Abwehrreaktionen unter anderem die Tränen- und Speicheldrüsen an. Ein trockener Mund tritt dabei oft zusammen mit trockenen Augen auf.
Rheumatoide Arthritis und bestimmte Schilddrüsenerkrankungen können ähnliche Beschwerden begleiten. Bei Autoimmunerkrankungen ist eine genaue Abklärung wichtig. Sie hilft, Augenbeschwerden gemeinsam mit anderen Symptomen zu betrachten.
Medikamente und hormonelle Veränderungen
Bestimmte Medikamente können die Tränenproduktion senken oder den Tränenfilm verändern. Dazu zählen einige Antihistaminika, Blutdruckmittel, Antidepressiva und entwässernde Arzneimittel. Setze ein verordnetes Präparat nicht selbst ab.
Hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft, in den Wechseljahren oder unter einer Hormonbehandlung können die Augen beeinflussen. Menge und Zusammensetzung der Tränen verändern sich dabei mitunter. Notiere neue Beschwerden und besprich sie bei deinem nächsten Termin.
Wann trockene Augen ärztlich abgeklärt werden sollten
Wenn trockene Augen über längere Zeit bestehen, häufig wiederkehren oder Ihren Alltag stören, sollten Sie die Beschwerden fachärztlich abklären lassen. Das gilt auch, wenn geeignete Massnahmen keine Besserung bringen. Ein Augenarzt kann die Tränenmenge, die Stabilität des Tränenfilms sowie die Augenoberfläche untersuchen.
Gerötete Augen, Schmerzen am Auge, starke Lichtempfindlichkeit oder eitriger Ausfluss erfordern eine rasche Beurteilung. Auch plötzlich auftretende Beschwerden und deutliche Sehstörungen sollten Sie nicht abwarten. Nach einer Verletzung ist eine augenärztliche Notfallversorgung besonders wichtig.
Kontaktlinsenträgerinnen und Kontaktlinsenträger sollten Schmerzen, Rötungen oder eine Sehverschlechterung zeitnah untersuchen lassen. Solche Zeichen können auf eine Reizung oder Entzündung hinweisen. Entfernen Sie die Linsen bis zur ärztlichen Abklärung.
In der Schweiz können Sie sich an eine Augenarztpraxis wenden. Bei starken Schmerzen, ausgeprägter Rötung oder rascher Verschlechterung hilft eine augenärztliche Notfallversorgung. Die Untersuchung kann zudem die Lider und die Meibomdrüsen einbeziehen.

