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Gesundheit

Was können häufig eingeschlafene Hände verursachen?

4 Min. Lesezeit
eingeschlafene Hände

Eingeschlafene Hände entstehen oft, wenn während des Schlafens oder Sitzens Druck auf einen Nerv oder ein Blutgefäss wirkt. Eine ungünstige Haltung kann dann ein Taubheitsgefühl in den Händen und ein unangenehmes Kribbeln in den Fingern auslösen.

Meist verschwinden die Beschwerden nach einer kurzen Bewegung wieder. Wenn deine Hände jedoch häufig einschlafen, können auch Ursachen wie das Karpaltunnelsyndrom, Diabetes mellitus oder eine Störung an der Halswirbelsäule dahinterstecken.

Plötzlich auftretende oder einseitige Beschwerden solltest du ernst nehmen. Treten zusätzlich eine Lähmung, Sprachstörungen oder starke Schmerzen auf, brauchst du sofort medizinische Hilfe.

Häufige Ursachen für eingeschlafene Hände

Wenn deine Hände einschlafen, steckt oft ein vorübergehender Druck auf einen Nerv dahinter. Die Beschwerden reichen von leichtem Kribbeln in den Händen bis zu einem tauben Gefühl. Entscheidend ist, ob die Symptome nach einer Bewegung rasch nachlassen oder regelmässig auftreten.

Nervenkompression durch eine ungünstige Schlaf- oder Sitzposition

Eine ungünstige Schlafposition kann Nerven im Nacken, in der Schulter oder am Ellenbogen abdrücken. Das passiert etwa, wenn du lange auf dem Arm liegst oder den Ellenbogen stark beugst. Eine solche Nervenkompression führt oft zu Taubheit und einem prickelnden Gefühl.

Beim Sitzen kann längeres Abstützen auf dem Unterarm ähnliche Beschwerden auslösen. Bewegst du den Arm und wechselst die Haltung, verschwinden die Symptome meist innerhalb kurzer Zeit.

Karpaltunnelsyndrom und eingeengte Nerven im Handgelenk

Beim Karpaltunnelsyndrom wird der Mittelarmnerv im Handgelenk eingeengt. Typisch sind Beschwerden im Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Viele Betroffene wachen nachts auf und schütteln ihre Hand, weil sie sich taub oder kribbelig anfühlt.

Wiederkehrende Belastungen können die Beschwerden verstärken. Dazu gehören häufiges Tippen, Arbeiten mit vibrierenden Geräten oder eine lange Beugung des Handgelenks.

Durchblutungsstörungen und andere mögliche Auslöser

Durchblutungsstörungen können sich durch Kälte, blasse Haut oder ein dumpfes Gefühl bemerkbar machen. Eine länger anhaltende Fehlbelastung, eine Verletzung oder entzündliche Veränderungen kommen als weitere Auslöser infrage.

Beobachte, wann das Kribbeln in den Händen entsteht und wie lange es bleibt. Treten zusätzlich häufige Kopfschmerzen auf, findest du Informationen zu möglichen Auslösern.

Welche Erkrankungen können eingeschlafene Hände verursachen?

Die Ursachen von Taubheitsgefühlen sind vielfältig. Treten die Beschwerden oft auf oder bleiben sie bestehen, kann eine Erkrankung der Nerven dahinterstecken. Entscheidend sind die betroffenen Finger, die Dauer und mögliche Begleitsymptome.

Bei Diabetes und Nervenschäden kann sich eine Polyneuropathie entwickeln. Dabei arbeiten mehrere Nerven schlechter. Kribbeln, Brennen und ein vermindertes Gefühl beginnen oft an den Füssen. Später können die Hände betroffen sein.

Veränderungen an der Halswirbelsäule können Nervenwurzeln reizen. Verschleiss, ein Bandscheibenvorfall oder eine Entzündung führen mitunter zu Schmerzen und Taubheit. Die Beschwerden ziehen oft vom Nacken über den Arm bis in die Hand.

Zu den möglichen Auslösern zählen entzündliche Nervenerkrankungen und andere neurologische Erkrankungen. Ein Vitamin-B12-Mangel kann die Nervenversorgung beeinträchtigen. Eine Schilddrüsenunterfunktion oder bestimmte Medikamente kommen ebenfalls infrage.

Schwäche, unsichere Bewegungen und Probleme mit der Koordination sind wichtige Hinweise. Die Verteilung der Beschwerden hilft bei der Suche nach der Ursache. Eine ärztliche Untersuchung bleibt nötig, da ähnliche Symptome bei verschiedenen Krankheiten auftreten.

Wann solltest du wegen Taubheitsgefühlen ärztlichen Rat suchen?

Ein kurzes Kribbeln nach einer ungünstigen Haltung ist oft harmlos. Bei neuen, starken oder unklaren Beschwerden ist ärztlicher Rat bei Taubheitsgefühl sinnvoll. Achte auf den Beginn, die Dauer und mögliche Begleitsymptome.

Warnzeichen wie plötzliche Lähmungen, Sprachstörungen oder starke Schmerzen

Setzt die Taubheit plötzlich auf einer Körperseite ein, zählt jede Minute. Eine Lähmung, ein hängender Mundwinkel, Sprach- oder Sehstörungen sowie starke Kopfschmerzen können Schlaganfall Warnzeichen sein.

Bei solchen Beschwerden wählst du in der Schweiz sofort die Sanitätsnotrufnummer 144. Warte nicht ab und fahre nicht selbst ins Spital.

Häufig wiederkehrende oder anhaltende Taubheit in den Händen

Schlafen deine Hände oft ein, nehmen die Beschwerden zu oder bleibt eine anhaltende Taubheit bestehen, solltest du einen Termin vereinbaren. Das gilt ebenso bei nachlassender Greifkraft, Schmerzen oder Problemen bei feinen Bewegungen.

Abklärung beim Hausarzt oder bei einer Fachperson

Hausarzt Schweiz: Deine erste Anlaufstelle prüft Nervenfunktion, Durchblutung, Reflexe und Beweglichkeit. Eine genaue Schilderung hilft bei der Beurteilung.

Bei unklaren Befunden kann eine neurologische Abklärung folgen. Je nach Ursache wird eine neurologische oder handchirurgische Fachperson beigezogen.

Was kannst du gegen eingeschlafene Hände tun?

Wenn deine Hände nur kurz einschlafen, hilft oft eine andere Schlaf- oder Sitzposition. Beuge den Arm nicht dauerhaft ab und stütze dich nicht lange auf den Ellbogen. Schüttle die Hände sanft aus und bewege die Finger langsam. So kannst du eingeschlafene Hände behandeln und die Nerven entlasten.

Regelmässige Übungen für Hände und Handgelenke können die Beweglichkeit fördern. Öffne und schliesse die Hände mehrmals, kreise die Handgelenke und strecke die Finger vorsichtig. Bei der Bildschirmarbeit helfen eine ergonomische Haltung, eine neutrale Stellung des Handgelenks und kurze Bewegungspausen.

Bei Beschwerden durch ein Karpaltunnelsyndrom kann eine Handgelenkschiene in der Nacht entlasten. Auch Physiotherapie kann sinnvoll sein. Welche Behandlung passt, hängt von der Ursache und dem Untersuchungsergebnis ab. Eigenmassnahmen können das Karpaltunnelsyndrom lindern, ersetzen aber keine ärztliche Abklärung.

Um einem Taubheitsgefühl vorzubeugen, achtest du auf wechselnde Positionen und regelmässige Pausen. Hält die Taubheit an oder kehrt sie häufig wieder, solltest du ärztlichen Rat einholen. Das gilt besonders bei Schmerzen, Kraftverlust oder zusätzlichen Beschwerden.